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Im Oktober bekam die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule in Köln-Longerich für drei Wochen Besuch von zwölf Schüler und Schülerinnen (plus Deutschlehrerin, Schulleiter und Sekretärin) aus Indianapolis. Die Schüler und Schülerinnen besuchen dort die Perry Meridian High School und wohnten in Köln bei ihren deutschen Austauschpartnern, mit denen sie bereits überWhatsapp in Verbindung standen.

Am 8. Oktober war es endlich soweit: Gespannt warteten die Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule, deren Eltern, die Organisatoren des Schulaustauschs und die Schulleiterin auf die Ankunft der Gruppe von der Perry Meridan High School im Kölner Hauptbahnhof. Die Gruppe, zu der auch Deutschlehrerin und Organisatorin auf amerikanischer Seite Beate Westerhouse, sowie die Schulsekretärin Jenny gehörten, wurde herzlich empfangen mit Begrüßungstransparent und Gastgeschenken.

                           

 

 

 

 

 

Am 9. Oktober traf schließlich auch der Schuldirektor der Perry Meridian High School, Kert Boedicker, aus Indianapolis in Köln ein. Seinem Wunsch nach einer lokalen Spezialität beim gemeinsamen Abendessen im Päffgen Brauhaus Restaurant konnte entsprochen werden: Rheinischer Sauerbraten. Der Hinweis darauf, daß es sich hierbei um Pferdefleisch handelte, lies ihn kurz aufblicken, machte Kert im übrigen aber nichts aus. Er genoss seine Mahlzeit sichtlich sehr.

 

Die Schüler nahmen mit ihren Gastgebern vormittags am Unterricht teil. Nachmittags war für sie allerhand geplant, unter anderem eine Stadtführung, eine Dombesichtigung, einen Philharmonie-Besuch, ein Bläck-Fööss-Konzert, ein FC Köln Spiel, und einen Besuch des amerikanischen Generalkonsulats in Düsseldorf.

                           

 

 

 

 

 

 

 

 

Einer der Höhepunkte des Austauschprogramms war sicherlich der Empfang aller Beteiligten im Hansasaal des historischen Rathaus der Stadt Köln durch Bürgermeister Wolter. Die Fotos geben gute Eindrücke von der Stimmung bei diesem Event wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 25. Oktober reiste die Gruppe zurück. Die Schulen werden aber in Kontakt bleiben, denn im März fliegen die Gesamtschüler zum Gegenbesuch nach Indianapolis.

 

Schulaustausch vorbereitet – Delegation besucht Chicago und Indianapolis

Vom 10. bis 18. Juni 2017 reiste eine kleine Delegation des Freundeskreises via Chicago nach Indianapolis um mit Hilfe der dortigen Freunde die notwendigen Vorbereitungen zu treffen für die wichtigsten Höhepunkte des Schulaustauschs zwischen den Partnerstädten. Im nächsten Jahr wird eine Gruppe von Kölner Schülern mit Begleitung den gleichen Weg nehmen. Die eingehenden Erkundungen der Reisegruppe stellten sicher, daß schon jetzt eine gute, sichere Planung vorliegt und die Programmpunkte geklärt und festgelegt werden konnten. Bei einem Besuch des Beauftragten des Mayors von Indianapolis wurde die volle offizielle Unterstützung dieses für das Projekt zugesichert.

Dr. Judith Kurte fasst die Eindrücke in ihrem Bericht zusammen:

 

 

Am 10. Juni 2017 startete eine Delegation von Kölnern von Indianapolis, um den Schüleraustausch zwischen der Perry-Meridian-Highschool (PMHS), Indianapolis, und der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule (CvOG), Köln Nippes, im April nächsten Jahres vorzubereiten: Julia Schlang, Lehrerin für Englisch und Latein der CvOG und Begleiterin des Schüleraustauschs, Hartwig Prüßmann, Vorsitzender des Freundeskreises Köln-Indianapolis, Ralf Radke, stellvertretender Vorsitzender der Schulpflegschaft CvOG und , stellvertretender Vorsitzender des FK Köln-Indianapolis, Judith Kurte, stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft CvOG und Vorsitzendes des Fördervereins der CvOG.
Die Vorbereitungsfahrt startete (und endete) am Kölner Hauptbahnhof. Von dort ging es mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen, dem Flieger nach Chicago und schließlich (nach 2 Tagen Aufenthalt dort) mit dem Greyhound Bus nach Indianapolis.

Chicago

Im beeindruckenden Chicago waren wir von morgens bis abends unterwegs, um lokale Spezialitäten und Sehenswürdigkeiten für die Schülergruppe zu erkunden: das typischste Frühstück, die beste Pizza, den leckersten Burger, den besten Hot Dog, das interessanteste Museum, den abwechslungsreichsten Park, das höchste Hochhaus, das größte Blues Festival, den schönsten Pier, die älteste Mall und vieles mehr. Bevor wir uns mit dem Greyhound auf den vierstündigen Weg nach Indy machten, besuchten wir noch das Hostel, in dem die Schülergruppe übernachten wird.

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In Indianapolis angekommen, machten wir einen Abstecher zur PMHS und waren wieder beeindruckt: riesige Sportstätten innen und außen, eine Aula mit großer Bühne und 900 Sitzplätzen, ein Musikraum mit 5 Kontrabässen, 10 Cellos, 20 Keyboard, ungezählten Schlagzeugen und vielem mehr, ein Raum, in dem 2.000 Notebooks für 2.000 Schülerinnen und Schüler lagern, eine Mensa mit Burgerstreet, Pizzastreet, Salatbar., ein bestens ausgestattetes Robotiklabor und und und ….

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Aber nicht nur die Schulausstattung, sondern auch das Schulpersonal machten die Schule zu einem Erlebnis. Wir erfuhren, daß es neben 120 Lehrerinnen und Lehrer noch 120 „Zivilangestellte“ an der PMHS gibt, die den reibungslosen Ablauf garantieren. Von den 2.000 Schülerinnen und Schüler waren leider nur die zu sehen, die an den Sportangeboten in den Ferien teilnahmen, der Rest war in Urlaub oder beim Ferienjob.

 


Die nächsten Tage waren dicht gepackt mit Besuchen und Events, um uns Stadt und Leben nahe zu bringen. Eine Stadtführung verdeutlichte die deutschen Wurzeln, die überall in Indy zum Vorschein kommen; der Besuch eines Freilichtmuseums gab uns einen hautnahen Eindruck vom Bürgerkrieg; im Indiana Motor Speedway haben wir alle Gewinnerautos der seit mehr als 100 Jahren stattfindenden Indianapolis 500 gesehen; im Victory Field durften wir den Rasen berühren, nicht jedoch betreten; im Turkey Run Park wurde gewandert. Und es wurde oft und reichlich amerikanisch gegessen und getrunken: burger, steak, scrambled eggs, bacon, ice cream, milkshakes, coke, root beer, ….

                                     Indygroup

Wir haben viele herzliche und großzügige Menschen kennengelernt. Angefangen von Beate Westerhouse, der Deutschlehrerin und für den Austausch Verantwortlichen, die uns Tag und Nacht betreut hat, über Eileen Webber und Rolland Abrahams (Schuldirektor), die uns beherbergt haben, bis hin zu all den Offiziellen, die uns begrüßt und willkommen geheißen und ihre Unterstützung zugesichert haben: Jordan Rodriguez (Director of International Affairs, City of Indianapolis), Stephen Schmidt (President, Sister City Committee), Martin Baier (Director, International Center), Giles Hoyt (Professor of German Literature), Mike Mullennax (Feuerwehrmann und Vice-President, Sister City Committee). Aber auch einige Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern waren – trotz Ferien – dabei, die es kaum erwarten können im Herbst nach Köln zu kommen und im Frühjahr die Kölner zu beherbergen.


Am 17.6. war leider alles schon wieder vorbei. Wir konnten mit dem Bewusstsein, daß unsere Schülerinnen und Schüler bestens aufgehoben sein werden, den langen Heimweg via Chicago und Frankfurt antreten.
Es war eine intensive, tolle Woche. Land und Leute sind beeindruckend offen, gastfreundlich und großzügig. Wir sind davon überzeugt, daß der Schüleraustausch ein voller Erfolg wird und, daß seine Etablierung dazu führt die Partnerstädte Köln und Indianapolis auf einen neuen und nachhaltigen Ebene noch enger zu verbinden – über die Jugend.

Judith Kurte, 19.06.2017