Feuerwehraustausch 2017

Am 6. November trat Kölner Feuerwehrmann Thomas Enders seine Reise nach Indianapolis an, um dort drei Wochen lang Erfahrungen in der Partnerstadt zu sammeln.

Vorher gab es noch am 16. Oktober ein Treffen mit Uwe Siemons, der Beauftragter für den Feuerwehraustausch mit Indianapolis, und Hartwig Prüßmann. 

 

Reisebericht über den Austausch zwischen den Feuerwehren Indianapolis und Köln

Gruppenfoto nach einem Feuer

om 6. Bis zum 27.11.2017 hatte ich die Möglichkeit am Austauschprogramm der Feuerwehren Köln und Indianapolis teilzunehmen. Ein Ziel dieses Austausches ist, neben dem kulturellem Austausch, ein gegenseitiges kennenlernen der unterschiedlichen Strukturen und Arbeitsweisen. Durch die Kollegen auf den verschiedensten Wachen wurde ich jedes Mal so herzlich und offen empfangen, als ob ich zur Feuerwehr Indianapolis gehören würde. Gleiches gilt für meine Gastfamilien, die mich in Ihre Familien integrierten, bei denen ich während des Austausches untergebracht war. So hatte ich hier unter anderem die Gelegenheit Thanksgiving zu feiern oder aber auch eine Reise nach Nashville/ Tennesee zu unternehmen, um dort eine der Töchter für die bevorstehenden Feiertage abzuholen.

Treffen mit der letzten Austauschkollegin Sue Sheperd

W ährend meines Aufenthaltes versah ich auf 6 verschiedenen Feuerwachen meinen Dienst und hatte so die Gelegenheit zahlreiche Einsätze dort zu erleben. Im gesamten Zeitraum meines Austausches brannte es in Indianapolis 47 mal. Hierdurch hatte ich die Gelegenheit hautnah zu sehen wie die Kollegen dort arbeiten. In vielen Gesprächen auf den Wachen wurde über die Unterschiede diskutiert und ausgetauscht, so dass beide Seiten voneinander gelernt haben. Was mich aber am meisten beeindruckt hat ist das Ansehen welches die Feuerwehrleute in den USA genießen. In Deutschland würde ich mir nur die hälfte davon wünschen. So wurde mir zum Beispiel von einer fremden Frau die Hand geschüttelt und sie dankte mir für meine Arbeit die ich leiste. Es gibt dort einfach eine Wertschätzung die hierzulande leider zu selbstverständlich geworden ist.

Weihnachtlich beleuchteter Momument Circle

N eben meinem beruflichen Austausch gab es auch einen kulturellen Austausch. So konnte ich zum Beispiel an meinen Dienstfreien Tagen viele Dinge erleben, die meine Gastfamilien mit mir unternahmen. Wir besuchten unter anderem ein Spiel der Indianapolis Colts, das heimische American Football Team, also das Gegenstück zum heimischen FC. Leider verloren die Colts das Spiel an diesem Tag. Das war nur eines von unzähligen Erfahrungen die ich erleben durfte. Die Offenheit der Menschen in Indianapolis ist überwältigend. Es war mir eine große Freude und Ehre für mich die Stadt Köln repräsentieren zu dürfen und ich hoffe das die Austauschprogramme mit unserer Partnerstadt noch lange weitergeführt werden.